Die Ettiswilerstrasse ist so etwas wie eine Lebensader der Region Willisau. Sie verbindet das Luzerner Hinterland mit Sursee, der Autobahn bei Dagmersellen und weiter mit Luzern. Wer zur Arbeit pendelt, einkaufen geht oder Waren liefert, fährt hier durch. Über 11'000 Fahrzeuge sind es jeden Tag.
Besonders eng war es zwischen dem Kreisel Wydenmatt beim Jumbo und dem Kreisel Grundmatt beim Wellisareal. Zu Stosszeiten stockte dort regelmässig der Verkehr. Schlossen sich am nahen Bahnübergang die Barrieren, staute er sich zusätzlich bis in den Kreisel zurück. Mittendrin: die Busse. Verspätungen und verpasste Anschlüsse waren die Folge.
Die Lösung:
Mit dem Neubau des Kreisels Grundmatt hat der Kanton Luzern zwischen den beiden Kreiseln eine Busspur Richtung Zentrum gebaut. Bildet sich eine Kolonne, fahren die Busse der Linien 63 und 66 (Rottal Auto AG) sowie 271 und 277 (PostAuto) einfach daran vorbei. Zugleich wurde der Kreisel vergrössert und erhielt einen Bypass, der auch den übrigen Verkehr entlasten soll. Die Haltestellen Widenmatt und Feldli sind heute barrierefrei. Seit März 2024 rollt der Verkehr auf der neuen Strecke.
Das Resultat:
Die Busspur beschleunigt den öV auf dieser wichtigen Verkehrsachse. Das bestätigt auch der Stadtrat von Willisau in seinem Abschlussbericht: Die neue Verkehrsführung habe die Verkehrssituation «erheblich verbessert, insbesondere auch für den öffentlichen Verkehr».
Willisau zeigt: Busbeschleunigung wirkt auch auf dem Land. Wo der Bus pünktlich ist, klappen die Anschlüsse, und der öV wird für alle eine echte Alternative.