Die Massnahmen sind Teil einer umfassenderen Vereinbarung, die Kanton und Stadt Luzern am 19. Juni 2026 unterzeichnet haben. Sie legt fest, wie sich das Verkehrssystem im Raum Bahnhof Luzern mit Blick auf die beiden Grossprojekte Bypass und Durchgangsbahnhof weiterentwickeln soll. (Medienmitteilung von Kanton und Stadt Luzern)

Stadtrat Marco Baumann, Stadträtin Korintha Bärtsch und die Regierungsräte Fabian Peter und Reto Wyss (v.l.n.r.) stellen die Vereinbarung am 19. Juni 2026 den Medien vor.
Was sich ändert
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 werden auf mehreren Kantonsstrassenabschnitten im Zentrum – darunter Pilatusstrasse, Zürichstrasse, Alpenstrasse, Schweizerhofquai und Haldenstrasse – bestehende Mischspuren zu reinen Busspuren oder gemeinsamen Bus- und Velospuren umgewidmet. Auf der Maihofstrasse und der Seeburgstrasse werden Bushaltestellen angepasst oder versetzt. Ein Linksabbieger für Autos von der Pilatusstrasse in die Winkelriedstrasse wird aufgehoben.
Eine zweite Etappe folgt ab 2027, u.a. mit Massnahmen am Bahnhofplatz, auf der Seebrücke, dem Schwanenplatz, auf der Obergrundstrasse und der Luzernerstrasse. (siehe auch Grafik unten; Details bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur)
«Bus voraus» begrüsst Massnahmen
Vorerst handelt es sich um einen Versuch: Während rund eines Jahres wird gemessen, ob die Massnahmen wirken. Anfänglich rechnet der Kanton auf einzelnen Achsen mit etwas längeren Fahrzeiten für Autos – nach einer Eingewöhnungsphase soll sich das einspielen. Eine erste Auswertung ist Mitte 2027 vorgesehen. Die Bevölkerung kann sich im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung zu den Massnahmen äussern.
Genau für solche gezielten Massnahmen setzt sich «Bus voraus» ein – die gemeinsame Aktion des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) und der sieben Bustransportunternehmen im Kanton Luzern.
